Was du über das Fahren in Island im Herbst mit dem Camper wissen musst

Drohnenaufnahme eines Fahrzeugs auf einer isländischen Straße neben einem herbstlich gefärbten Wald.

Mit dem camper im Herbst durch Island zu fahren bedeutet, die besten Momente des Landes aus der ersten Reihe zu erleben. Denk an feurige Himmel, weniger Touristen und Straßen, die dir noch fast alles offenlassen. Der Herbst ist Nebensaison – das heißt bessere Preise, mehr Freiheit und goldenes Licht, das stundenlang bleibt. 

Aber es läuft nicht immer alles glatt. Regen, starker Wind und überraschender Schnee im Norden können dir einen Strich durch die Rechnung machen, wenn du nicht vorbereitet bist. Dieser Guide verrät dir alles, was du wirklich wissen musst, um Island sicher und klug auf eigene Faust zu bereisen.

Warum der Herbst eine großartige Zeit für einen Roadtrip durch Island mit dem camper ist

Im Herbst durch Island zu fahren fühlt sich anders an. Der Trubel der Sommersaison verschwindet, und dafür kommt das Gute: klare Luft, kräftige Farben und Himmel, die vielleicht sogar für dich tanzen. Es ist die perfekte Jahreszeit, um Island im camper zu entdecken – in deinem eigenen Tempo.

Hier kommt der Überblick.

Im Hintergrund erscheinen Polarlichter über einer isländischen Skulptur an einem offenen Meer mit schneebedeckten Bergen.

Herbstliche Aussichten, bei denen man gerne langsamer fährt

Der Herbst verwandelt Islands ohnehin schon spektakuläre Landschaft. Lavafelder leuchten golden. Berge tragen Mäntel aus Rot und Orange. Sogar das Moos scheint zu strahlen. Mit dem ersten Schnee auf den Gipfeln wirkt alles wie mit einem Sättigungsfilter bearbeitet. Jeder Haltepunkt an der Straße wird zum Fotomotiv.

Beste Zeit für Polarlichter

Hier kommt das Highlight: Im September und Oktober ist es nachts dunkel genug – aber noch nicht eiskalt. Mit dem camper musst du nicht darauf hoffen, dass die Polarlichter zufällig vor dem Hotelfenster auftauchen. Du kannst zu klareren Himmeln fahren, parken, einen warmen Drink genießen – und warten, bis die Show beginnt.

Weniger Menschen, mehr Ruhe

Tourbusse verschwinden. Heiße Quellen gehören wieder dir. Und Wasserfälle werden nicht länger zu Instagram-Schlachtfeldern. Der Herbst schafft Raum zum Durchatmen. Und glaub uns – das macht einen großen Unterschied, wenn du alleine in einem Naturpool sitzt.

Günstigere Preise, mehr Verfügbarkeit

Der Sommer hat seine Preisaufschläge hinter sich. Die Mietpreise für camper fallen um 25 bis 35 Prozent – vor allem im September und Oktober. Viele Campingplätze haben weiterhin geöffnet – oft mit weniger Andrang. Das bedeutet: mehr Freiheit beim Reisen und kein Stress bei der Platzsuche.

Kinder in warmer Kleidung springen in einer nassen Wiese in Island, offenbar in der Nähe des Geysirs.

Dem Wetter einfach ausweichen

Mit dem camper weichst du dem Wetter wie ein Profi aus. Wind im Osten? Fahr nach Westen. Regen im Süden? Dann lieber in den Norden. Keine Hotelstornierungen, kein fester Zeitplan. Nur du, die Straße und die Wetter-App auf deinem Handy.

Komfort, der Geld spart

Moderne camper sind kleine Hütten auf Rädern. Eingebaute Heizung, dicke Isolierung, echte Matratzen, eigene Küche. Du kochst, schläfst und bleibst warm – alles an einem Ort. Keine überteuerten Gästehäuser. Kein ständiges Ein- und Auspacken. Einfach Island – direkt vor deinem Fenster.

Wetterbedingungen nach Monaten: September, Oktober und November

Damit du besser planen kannst, zeigen wir dir hier Monat für Monat, was dich vom goldenen September bis zum stürmischen November erwartet.

September

Der September fühlt sich bei gutem Timing oft noch wie Spätsommer an. Tagsüber liegen die Temperaturen zwischen 10 und 15 °C, nachts bei etwa 5 bis 6 °C. Es ist nicht eiskalt – aber Shorts sind auch keine gute Idee mehr. Regen kommt regelmäßig, mit rund 70 mm über bis zu 15 Tage verteilt.

Auch der Wind kann auffrischen – stiller Himmel ist nicht garantiert. Dafür hast du etwa 12,5 Stunden Tageslicht. Die Herbstfarben erreichen ihren Höhepunkt, und die längeren Nächte machen erstmals Polarlichter möglich. Die meisten Hauptstraßen bleiben offen, aber manche Hochlandrouten können bereits gesperrt sein.

Blick über eine herbstlich gefärbte isländische Landschaft mit See und hohen Bäumen.

Oktober

Oktober ist ein Wechselspiel. Die Temperaturen sinken – Höchstwerte um 9 °C, nachts kann es schon frieren. Der Regen bleibt, oft geht er in Schnee über, je weiter der Monat voranschreitet.

Oktober ist einer der nassesten Monate, mit über 20 Tagen Regen oder Schnee. Etwa 80 mm Niederschlag sind zu erwarten. Das Tageslicht schrumpft auf etwa 9 Stunden, und Stürme werden häufiger. Dafür gibt es jetzt viele dunkle Stunden zum Nordlichter-Schauen.

Die Hauptstraßen sind meist noch befahrbar, abgelegene oder höher gelegene Strecken können aber gesperrt sein.

November

Jetzt beginnt der Vorraum zum Winter. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei etwa 1 °C, aber der Küstenwind macht es deutlich kälter. Schnee wird zum ständigen Begleiter, oft zusammen mit Regen – insgesamt rund 73 mm Niederschlag.

Das Tageslicht nimmt weiter ab – von 8 auf nur noch 5 Stunden. Längere Nächte, klarere Himmel, bessere Chancen auf Polarlichter. Aber unterschätze die Straßenverhältnisse nicht: Glätte, Wind und plötzliche Wetterumschwünge machen das Fahren anspruchsvoller.

Verschneite isländische Stadtlandschaft neben einer befahrenen Straße.

Ist es sicher, im Herbst mit dem camper in Island zu fahren?

Ja – solange du es nicht wie einen Sommer-Roadtrip behandelst. Im Herbst musst du mit schnellen Wetterwechseln und wechselnden Straßenbedingungen rechnen. Bleib auf den Hauptstraßen, es sei denn, du hast einen 4x4 mit guten Reifen. Die Temperaturen bewegen sich zwischen -1 und 10 °C, und starker Wind kann deine camper ins Schwanken bringen. 

Den richtigen camper oder das richtige Wohnmobil für den Herbst auswählen

Wenn du den falschen camper wählst, wird dein Island-Roadtrip kalt und unbequem. Dein Fahrzeug muss mehr leisten als nur fahren – es ist dein Bett, deine Heizung, deine Küche und dein Plan B bei spontanen Planänderungen. Hier ist, worauf es wirklich ankommt.

2WD vs. 4x4 im Herbst

Für die meisten Herbst-Roadtrips reicht ein 2WD-camper völlig aus, wenn du dich an asphaltierte Straßen wie die Ringstraße oder die Südküste hältst. Diese Routen werden regelmäßig geräumt und bei Bedarf gestreut. Willst du jedoch abgelegenere Gegenden erkunden oder reist du später in der Saison, kann sich das ändern. Ein 4x4 ist sinnvoll bei:

  • Frühem Schneefall im Norden oder Osten
  • Schotterpisten in den Westfjorden
  • Schultersaison-Besuchen im Hochland (obwohl viele F-Straßen bereits gesperrt sein werden)

Im Zweifel: Nimm einen 4x4. Besser Traktion zu haben und sie nicht zu brauchen, als sie zu brauchen und festzustecken.

Drohnenaufnahme eines weißen campers, der im Herbst eine Schotterstraße mit Flussdurchfahrt in Island befährt.

Worauf du bei einem camper für den Herbst achten solltest

Im Herbst solltest du bei der Ausstattung keine Kompromisse eingehen. Das zählt wirklich:

  • Isolierter Innenraum – Dünne Wände reichen bei Frost nicht aus
  • Integrierte Heizung – Pflicht, wenn du nicht im Parka schlafen willst
  • Winterreifen – Manche Anbieter verlangen dafür Aufpreis. Wir nicht – bei uns sind sie KOSTENLOS inklusive
  • Manuell oder Automatik? Kommt auf deine Vorliebe an. In Island zählt mehr das Wetter als der Gang
  • Stauraum – Du brauchst Schichten, Regenkleidung und echte Lebensmittel. Enge Fahrzeuge können schnell nerven

Welchen camper empfehlen wir?

Hier sind drei starke Modelle aus unserer Flotte, die für das Fahren im isländischen Herbst bestens geeignet sind:

1. Fiat Scudo 2023 (Automatik)

  • Sitzplätze/Betten: 3
  • Heizung: Ja
  • Antrieb: Vorderradantrieb

Allgemeine Ansicht des weißen campers Fiat Scudo

Ein bequemer Allrounder: Automatikgetriebe, integrierte Heizung und Platz für eine dritte Person. Ideal für Paare oder Freund:innen, die nicht wie Sardinen reisen möchten.

2. VW Transporter 2023–2024 (Automatik)

  • Sitzplätze/Betten: 3
  • Heizung: Ja
  • Antrieb: Vorderradantrieb

Modern, robust und für jedes Wetter gewappnet. Perfekt für kleine Gruppen, die Wert auf Platz, Komfort und zuverlässige Wärme legen.

3. Ford Transit 2019–2021 (Automatik)

  • Sitzplätze/Betten: 5
  • Heizung: Ja
  • Antrieb: Vorderradantrieb

Reist du mit Familie oder Freund:innen? Dann bietet dieser camper viel Platz, Power und eine gute Isolierung, um kalte Nächte problemlos zu überstehen.

Allgemeine Ansicht des weißen Ford Transit campers in Bewegung.

Alle Modelle sind für isländisches Herbstwetter bestens ausgerüstet. Du willst warm schlafen, entspannt fahren und flexibel bleiben? Miete deinen camper in Island bei uns – und starte voll ausgestattet in dein Abenteuer.

Herbstliche Straßenverhältnisse und saisonale Sperrungen

Jetzt wird’s ernst: F-Straßen und Herbststürme.

Wann schließen die Hochlandrouten und F-Straßen?

F-Straßen sind raue, unbefestigte Strecken ins isländische Hochland. Flussdurchquerungen, loser Schotter, null Handyempfang. Im Sommer ein Traum für Abenteuerlustige – im Herbst beginnen sie zu schließen.

  • Typischer Zeitrahmen: Die meisten F-Straßen schließen zwischen Ende August und Mitte Oktober. Die meisten gegen Ende September, wenn der erste ernsthafte Schnee fällt.
  • Keine Wartung, kein Pardon: Geschlossen heißt: komplett dicht. Kein Räumdienst. Kein Notfallservice. Kein Durchkommen.
  • Vor jeder Fahrt checken: Schnee, Regen, angeschwollene Flüsse und wechselhaftes Wetter beeinflussen die Öffnungszeiten jedes Jahr neu.

Tipps zum sicheren Fahren bei Wind und Regen

Der Herbst meint es nicht gut mit campern. Windböen kommen plötzlich. Regen fällt nicht – er schlägt quer. Wenn du unvorbereitet bist, wird aus einer entspannten Tour schnell ein Stressmoment. So behältst du die Kontrolle:

  • Wetterberichte sind Pflicht. Aktualisiere vedur.is und umferdin.is vor jeder Fahrt. Rote Warnungen sind ernst. Keine Empfehlung – Realität.
  • Langsamer fahren. Nasse Straßen und Wind sind bei Tempo keine gute Kombination. Geh vom Gas und bleib souverän.
  • Beide Hände ans Lenkrad. Besonders in offenen Bereichen, auf Brücken oder überall, wo der Wind ungehindert durchziehen kann.
  • Nimm den Wind ernst. Alles über 11–17 m/s (24–38 mph) ist heikel für camper. Ab 18 m/s (über 40 mph)? Dann bleib lieber stehen.
  • Halte deine Türen fest. Der häufigste Schaden bei campern in Island? Der Wind reißt die Tür auf und verbiegt sie. Immer gut festhalten und gegen den Wind parken.
  • Abstand halten. Mehr als du denkst. Nasse Straßen und Wind beeinflussen das Bremsverhalten massiv.

Blick aus dem Inneren eines Fahrzeugs auf eine verschneite Straße in Island.

  • Sanft bleiben. Bremsen und beschleunigen mit Gefühl. Ruckartige Lenkmanöver? Das ist der Weg zum Kontrollverlust.
  • Achte auf herumfliegende Gegenstände. Starke Böen tragen Äste, Steine oder Wasser auf die Straße.
  • Flexibel bleiben. Wenn das Wetter die Route blockiert – Plan ändern. Ein camper gibt dir genau diese Freiheit.
  • Wissen, wann Schluss ist. Wenn der Wind tobt oder du nichts mehr siehst – fahr rechts ran und warte.
  • Sandsturm-Gebiete bei Wind meiden. Lackschäden und zerkratzte Scheiben sind sonst garantiert. Wenn es staubt – wechsle die Strecke oder bleib stehen.

Die besten Roadtrip-Routen im Herbst für camper-Reisende in Island

Hier sind drei großartige Routen, die du mit deinem camper im Herbst entdecken kannst.

Highlights der Südküste

Die Südküste ist Islands Best-of. Kein Wunder, dass sie beliebt ist – aber im Herbst hast du endlich Luft. Keine Tourbus-Horden. Nur weite Ausblicke, leuchtende Farben und genug Platz zum Parken.

Stationen, die du einplanen solltest:

  • Seljalandsfoss & Gljúfrabúi: Hinter dem einen kannst du hergehen, der andere ist hinter einer Felsspalte versteckt. Ja, du wirst nass. Ja, es lohnt sich.
  • Skógafoss: Tönt wie ein Düsenjet. Treppen führen nach oben – mit spektakulärer Aussicht.
  • Kvernufoss: Versteckt genug, um sich wie eine Entdeckung anzufühlen.
  • Dyrhólaey & Reynisfjara: Felsbögen, Klippen und der berühmte schwarze Strand.
  • Vík: Kleiner Ort, große Landschaft. Perfekte Zwischenstation.
  • Fjaðrárgljúfur: Leichte Wanderung, riesiger Wow-Effekt. Drohne optional, Staunen garantiert.
  • Jökulsárlón & Diamond Beach: Auf der einen Seite treiben Eisberge, auf der anderen glitzert schwarzer Sand. Fast surreal.

Übersicht über den Kvernufoss-Wasserfall in Island an einem sonnigen Tag.

Westisland & Snæfellsnes im Herbst

Wenn du Islands Wunder auf kleinem Raum erleben willst, ist Snæfellsnes genau richtig. Der Herbst färbt die Lavafelder, das Moos leuchtet orange und die Dörfer werden gemütlich.

Unbedingt ansehen:

  • Snæfellsjökull-Nationalpark: Gletscher, Lava und ruhige Wanderwege abseits des Trubels.
  • Kirkjufell & Kirkjufellsfoss: Der wohl bekannteste Berg Islands. Kamera nicht vergessen.
  • Arnarstapi & Hellnar: Küstenklippen mit entspannten Wanderwegen.
  • Djúpalónssandur: Schwarze Kiesel, alte Schiffswracks, rauer Atlantik-Flair.
  • Borgarnes & Hraunfossar: Wasser, das aus Lavagestein fließt. Danach ab ins Krauma Spa – verdient.

Landschaftsaufnahme des Kirkjufell-Wasserfalls mit einem Fotografen im roten Mantel beim Sonnenuntergang.

Ringstraße in der Zwischensaison

Die Ringstraße umrundet ganz Island. Wenn du 8–12 Tage Zeit und eine camper hast, ist das der ultimative Slow-Travel-Trip. Im Herbst liegt sie zwischen Sommeransturm und Schneefall – ideal.

Auf einen Blick:

  • Länge: etwa 1.332 km
  • Empfohlene Dauer: 8–12 Tage, um wirklich was zu sehen

Regionale Highlights:

  • Südküste: Alle erwähnten Wasserfälle, Strände und Gletscher.
  • Ostfjorde: Wildromantisch und abgelegen. Kleine Fischerorte, spektakuläre Klippen – mit Glück siehst du Rentiere.
  • Nordisland: Akureyri – entspannte Stadt mit Cafés. Dann zum Mývatn-See mit blubbernder Erde und Lavaformationen. Und zu guter Letzt: Dettifoss – da fällt das Wasser nicht nur, es donnert.
  • Westisland: Viele Wasserfälle und jede Menge Lavafelder.

Ein isländisches Dorf im Herbst mit farbenfroher Umgebung.

Was man für einen Roadtrip im Herbst in Island einpacken sollte

Wichtigster Grundsatz: warm bleiben. Schichten sind dein bester Freund. Ebenso wasserdichte Kleidung. Hier ist deine Packliste, damit die Reise nicht zur Pfützen-Odyssee wird.

Kleidung, die du brauchst

  • Thermo-Unterwäsche: Am besten aus Merinowolle. Wärmt, riecht nicht, trägt nicht auf.
  • Warme Pullover oder Fleece: Bequem und gut kombinierbar. Am besten kein Baumwollzeug.
  • Wasserdichte Oberbekleidung: Eine dicke Jacke mit Kapuze ist Pflicht. Dazu Regenhose.
  • Wasserdichte Wanderschuhe: Und damit meinen wir wirklich wasserdicht. Mit Profil und Knöchelschutz.
  • Woll- oder Thermosocken: Ein Paar reicht nicht. Kalte, nasse Füße ruinieren alles.
  • Mütze, Handschuhe, Schal: Auch ohne Schnee ist der Wind gnadenlos.
  • Bequeme Hosen: Jeans nur bei Trockenwetter. Besser: Outdoorhosen.
  • Badeanzug und Flip-Flops: Heiße Quellen findest du überall. Bereit sein. Flip-Flops helfen auch in Schwimmbädern.

Ein Wanderer mit großem Rucksack im Sonnenuntergang in Island.

Praktische Ausrüstung für den Roadtrip

  • Wasserdichter Rucksack: Schützt Kamera & Co. Regenschutz oder beschichtetes Material sind ideal.
  • Schnelltrocknendes Handtuch: Für heiße Quellen, plötzlichen Regen oder nasse Schuhe.
  • Sonnenbrille: Die tiefstehende Herbstsonne ist nicht zu unterschätzen – besonders beim Fahren.
  • Wiederverwendbare Trinkflasche: Isländisches Leitungswasser = Gletscherqualität.
  • Snacks und Kühltasche: Läden sind oft weit auseinander. Etwas zu essen parat zu haben, ist Gold wert. Käse und Skyr nicht vergessen.
  • Powerbank und Autoladegerät: Kein Akku = kein Navi, keine Kamera, keine Musik. Bleib geladen.
  • Handyhalterung fürs Auto: Macht das Navigieren einfacher – und sicherer.
  • Navigationshilfen: GPS oder Offline-Karten. In entlegenen Gegenden gibt’s oft kein Netz.
  • Reiseadapter: Island nutzt den europäischen Zweipolstecker. Nimm einen mit – sonst bleibst du ohne Strom.
  • Führerschein und Unterlagen: Kaum zu glauben, wie viele das vergessen. Du solltest nicht dazugehören.

Eine Person mit Sonnenbrille sitzt auf der Stufe ihres geparkten campers.

Sicherheit und Komfort

  • Erste-Hilfe-Set: Schnittwunden passieren. Blasen auch. Sei vorbereitet.
  • Reflexweste und Taschenlampe: Für Stopps am Straßenrand oder Spaziergänge im Dunkeln.
  • Wanderstöcke: Nicht nur für Senior:innen. Sie helfen bei glatten oder unebenen Wegen.
  • Müllbeutel: Das Leben im camper wird schnell chaotisch. Beutel helfen beim Ordnunghalten.

Campingplätze im Herbst: Was geöffnet ist und worauf du achten solltest

Wer im Herbst mit dem camper unterwegs ist, muss selbstständiger sein – und das Wetter gut im Auge behalten. Hier ist, was dich auf den Plätzen erwartet.

Was ist wirklich geöffnet?

Island hat über 200 Campingplätze – aber viele schließen Ende September. Die genauen Daten variieren. Im Hochland oder in abgelegenen Gegenden wird oft früher dicht gemacht. Gute Nachrichten: Auch im Oktober findest du noch Plätze.

Etwa 25 bis 30 Campingplätze bleiben das ganze Jahr über geöffnet – vor allem in der Nähe größerer Orte sowie entlang der Südküste, im Golden Circle und teilweise im Norden und Osten.

Übersicht über einen Campingplatz mit Zelten und Hütten nahe Reykjavik.

Hier einige Empfehlungen:

Realität des Herbst-Campings

  • Ausstattung ist reduziert: Nach September oft keine heißen Duschen oder Küchen mehr. Toiletten manchmal auch geschlossen. Manche Plätze lassen dich nur übernachten – sonst nichts.
  • Keine Reservierung nötig: Im Herbst reicht es, einfach vorbeizukommen. Nur große Gruppen sollten vorab planen.
  • Günstiger: Die Preise fallen in der Nebensaison. Gut fürs Budget.
  • Du musst vorbereitet sein: Nimm Wasser, Essen und eine warme Schlafmöglichkeit mit. Eine beheizte camper ist kein Luxus – sie ist Pflicht.
  • Das Wetter ist unberechenbar: Im Oktober kann es regnen, stürmen oder schneien. Plane Alternativen für Notfälle ein.

Tipps fürs Campen im Herbst

  • Vorher checken: Nutze die Karte von Tjalda, um offene Plätze zu finden.
  • Bleib auf Hauptstrecken: Rechne nicht damit, dass abgelegene Plätze erreichbar oder offen sind.
  • Sei flexibel: Wenn dein Lieblingsplatz geschlossen ist oder das Wetter umschlägt – Plan B bereithalten.
  • Erwarte keinen Rundum-Service: Im Herbst bist du mehr auf dich allein gestellt. Hab funktionierende Ausrüstung dabei – WLAN ist keine Garantie.

Verkehrsschild auf einer leeren Straße in Island verbietet das Campen.

Tipps, um die Polarlichter vom camper aus zu sehen

Polarlichter zu erleben, ist ein Mix aus Planung, Glück und nicht Erfrierung. Der größte Vorteil mit camper: Du bist mobil. Du folgst dem Himmel – und richtest dir deinen eigenen Aussichtspunkt ein. So klappt’s:

1. Suche dunkle, klare Nächte

Stadtlichter stören. Wenn du in Reykjavik oder einem Dorf bist – fahr raus. Je dunkler und entlegener, desto besser.

Mit deinem camper kannst du dem Licht entkommen. Achte auf die Wolkenkarte (weiß = klarer Himmel) und den Aurora-KP-Index. KP 3 oder mehr bringt gute Chancen – bei klaren Nächten reicht manchmal auch KP 2.

Top-Spots:

  • Jökulsárlón-Gletscherlagune
  • Kirkjufell
  • Thingvellir-Nationalpark
  • Godafoss
  • Ruhige Strände und heiße Quellen mit Blick nach Norden

Polarlichter über der Gletscherlagune Jökulsárlón mitten in der Nacht.

2. Sei flexibel und fahr los

Wenn sich Nebel bildet – kein Grund zum Ärgern: einfach weiterfahren. Auf vedur.is findest du, wo es aufklart.

Bekannte Strecken wie die Ringstraße, Snæfellsnes oder der Golden Circle bieten viele dunkle Haltebuchten. Klappt es an einem Ort nicht – weiter geht’s. Genau das ist Vanlife.

3. Gegen die Kälte gewappnet sein

Draußen zu warten ist kein Spaß im Oktober oder November. Zieh dich an wie für eine Tiefkühltruhe:

  • Thermounterwäsche
  • Warme Winterjacke
  • Handschuhe, Schal, Mütze
  • Wollsocken und feste Schuhe
  • Zusätzliche Decken im camper

Ein lächelndes Paar mit warmer Kleidung beim Wandern in Island.

4. Mach es dir bequem und sicher

Mach es dir einfach: Snacks, Heißgetränk, Musik-Playlist. Du könntest länger warten. Such dir einen ebenen, legalen Stellplatz – idealerweise mit freiem Blick nach Norden.

Wichtige Tipps für das Fahren mit camper im Herbst in Island

Herbstfahren in Island ist machbar – mit Vorbereitung. Kein Grund zur Panik. Und mit camper hast du die Flexibilität, spontan zu reagieren. Denk an Folgendes:

Empfohlene Versicherungen

Bitte nicht überspringen. Die Straßen mögen harmlos wirken – das Wetter ist es nicht. Versicherung heißt nicht nur Ruhe – sie kann entscheidend sein. Wenn der Wind die Tür aufreißt oder du auf schwarzem Eis rutschst…

Das solltest du haben:

  • CDW (Collision Damage Waiver): Deckt Schäden am Fahrzeug – achte auf die Selbstbeteiligung!
  • Schutz gegen Steinschlag: Außerhalb der Städte ist nicht alles asphaltiert.
  • Sand- und Ascheschutz: Besonders wichtig an der Südküste. Normale Versicherungen decken das meist nicht ab.
  • Sturmschäden an Türen: Sehr häufig – aber nicht überall versichert. Besser vorher klären.

Drohnenaufnahme eines weißen Fahrzeugs in einer Landschaft mit schwarzem Sand und Asche.

Vor der Buchung das Kleingedruckte lesen. Wenn du bei uns mietest, erklären wir dir alles – ganz ohne Fachchinesisch. Lieber vorher wissen als nachher streiten.

Tanken, Einkaufen & Übernachten

Treibstoff, Essen, Schlafplätze – alles will geplant sein. Vor allem, wenn Ortschaften weit auseinander liegen und Dienste zurückgefahren werden.

Tanken

Tankstellen sind nicht überall. Manche akzeptieren nur Karten mit PIN. Warte nicht bis zur Reserve. Ab der Hälfte solltest du nachfüllen – besonders im Osten und Norden.

Viele Stationen sind 24/7 im Selbstbedienungsmodus. Marken wie N1, Olís und Orkan bieten meist auch kleine Läden.

Übersicht über eine Orkan-Tankstelle in Island.

Einkaufen

Bónus und Krónan sind top zum Auffüllen. Günstiger als Tankstellen und gut sortiert. Basics wie:

  • Brot, Käse, Skyr
  • Instant-Suppe, Pasta, Thunfisch
  • Kaffee, Tee, Snacks

In abgelegenen Orten gibt’s kleine Läden – aber wenig Auswahl. Großeinkauf besser vorher erledigen.

Lohnt es sich, im Herbst in Island zu fahren?

Absolut. Fahren im Herbst in Island bietet das Beste aus zwei Welten: Weniger Touristen, mehr Farben, günstigere Preise, längere Nächte. 

Das Wetter fordert dich heraus – aber mit dem richtigen camper und gesunder Vorsicht wird es unvergesslich. Die Straßen sind offen, die Lichter tanzen – und du hast Island fast für dich allein. 

Kein starrer Zeitplan. Kein Tourbus-Wahnsinn. Nur du, die offene Straße und das, was der Herbst bringt. Miete eine camper, schau in den Himmel – und genieße die Fahrt. Es ist kurz – aber magisch.

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