Island im September mit dem Camper fahren: Ein Traum-Roadtrip

Kompakter Camper auf Islands Straßen im September

Im September in Island mit dem Camper fahren ist keine flüchtige Instagram-Phantasie. Es ist eine Prüfung. Du wirst wechselndes Wetter erleben, Straßen, die Respekt verlangen, und Regeln, über die es keine Diskussion gibt. Genau dafür ist dieser Guide da.

Wir erklären, wie das Wetter wirklich tickt, welche Camper es am besten meistern und wie du Anfängerfehler auf isländischen Straßen vermeidest. Du erfährst, welche Campingplätze offen bleiben, welche Events du ins Reise­programm aufnehmen solltest und wo die Natur vor dem Winter ihr letztes großes Spektakel zeigt. Wenn du planlos losfährst – viel Glück. Wenn du es richtig machen willst, lies weiter.

Warum der September die perfekte Zeit für eine Camper-Rundreise in Island ist

Ist September ein guter Monat für Island? Ja, er ist der heimliche Favorit, über den kaum jemand spricht. Menschenmassen? Weg. Wasserfälle? Kristallklar. Farben? So, als hätte jemand rote und goldene Farbe über die Hügel gekippt.

Du hast 12–14 Stunden Licht, genügend Zeit zum Erkunden, ohne ständig auf die Uhr zu schauen. Die Nächte kommen langsam, aber das heißt, die Nordlichter fangen an zu tanzen. Straßen bleiben offen, Campingplätze haben Stellplätze frei, und die Mietpreise sinken.

Auch die Tierwelt ändert sich: Papageitaucher packen ihre Koffer, während Wale vorbeituckern. September ist einfach perfekt für Camper-Trips, ohne Schnickschnack, ohne Drama, einfach Island von seiner besten Seite.

Camper steht an der Ringstraße mit beeindruckender Landschaft

Wie ist das Wetter in Island im September?

Der September hält dich auf Trab. Mal ist es warm, im nächsten Moment klirrend kalt. Wir zerlegen das Wetter, damit du genau weißt, was Sache ist.

Tagestemperaturen und nächtliche Bedingungen

Der September in Island ist ein seltsamer Monat. Ein Tag flanierst du in Reykjavik bei 12 °C und denkst: „Hey, gar nicht so schlecht.“ Nachts sinkt es auf 7 °C und auf einmal ist es alles andere als gemütlich. Mitte des Monats liegen die Höchstwerte bei rund 11 °C, nachts bei etwa 6 °C.

Am Monatsende lacht das Wetter: Höchstwerte um 9 °C, nachts 4 °C oder weniger, wenn der Wind mal wieder extra eisig weht. In Akureyri ziehst du noch ein oder zwei Grad ab. In den Highlands, bei Thingvellir oder am Vatnajökull klettert das Thermometer tagsüber kaum über 5–8 °C, nachts kommt Frost – echter, beißender Frost. Ein Heizgerät ist unverzichtbar. Ohne Fluchst du um 3 Uhr morgens.

Regen, Wind und wie du dich vorbereitest

Island im September bedeutet: Regen, der kaum aufhört. Erwarte an 10–18 Tagen Nieselregen, an der Südküste sogar stärkere Schauer, nur um es spannend zu halten.

Der Wind bläst mit 15–25 km/h. Das ist okay – bis plötzlich eine Böe mit 40 km/h kommt und du den Lenker fester packst, als du dachtest. Nachts parkst du am besten gegen den Wind, sicherst lose Gegenstände und kontrollierst jede Klappe, falls du nicht um 2 Uhr Vermisstensuche starten willst.

Frau streckt den Kopf aus ihrem Miet-Camper, um den Wind zu genießen

Camper mieten in Island im September

Im September einen Camper zu mieten bedeutet nicht, irgendeinen Van zu nehmen, sondern den, der dich nicht frieren, steckenbleiben oder pleitegehen lässt. Schau dir an, welche Camper funktionieren und welche nicht.

Die besten Camper für diesen Monat

Die richtige Camper-Wahl entscheidet, wie gut du im September in Island unterwegs bist. Auf der Ringstraße reicht meist ein solider 2WD. Willst du jedoch F-Straßen befahren oder die Highlands entdecken? Dann brauchst du einen 4×4, kein Wenn und Aber. Die Nächte sind kalt, also ist ein mit Webasto- oder Diesel­heizung ausgestatteter Camper Pflicht.

Reist du mit Freunden, wähle einen geräumigen Camper mit viel Stauraum, sonst tritt ihr euch gegenseitig auf die Füße, wenn euch der Regen drinnen festhält. Und denk an ein gut isoliertes Zelt. Bei unserer Campervermittlung bekommst du hochwertige Fiberglas-Zelte, die Wärme halten und Feuchtigkeit draußen lassen.

Welche Camper empfehlen wir?

Im September sind Camper gefragt, die kalte Nächte meistern, bei Regen genug Platz bieten und dennoch leicht zu fahren sind. Drei unserer Flotten-Modelle, die das perfekt abdecken:

  • Fiat Doblo / Kangoo – Kompakt, beheizt und ideal für Paare auf der Ringstraße. Sparsam im Verbrauch und wendig.
  • VW Transporter T6.1 – Mehr Komfort, Platz für drei, gute Isolierung und eingebaute Heizung. Perfekt für lange, nasse Abende.
  • Ford Transit – Sitzt fünf, schläft fünf, super für Gruppen oder längere Reisen. Die Heizung hält alle warm, der Stauraum schluckt dein ganzes Equipment.

Innenraum eines Campers für zwei Reisende

Früh buchen und Versicherungstipps

Früh buchen ist keine Empfehlung, sondern überlebenswichtig im September. Herbstfarben und Nordlichter locken Spätsaison-Reisende, während die Mietflotten schrumpfen. Wartest du zu lange, bleibt nur, was übrig ist. Reserviere deinen Camper mindestens zwei bis drei Monate im Voraus. Und beim Versicherung spar nicht am falschen Ende.

Steinschlagschutz bewahrt dich vor fiesen Überraschungen auf Schotterpisten, Windschutz sichert Türen gegen starke Böen, und Sand- oder Ascheschutz deckt vulkanische Eskapaden ab. Bei uns bekommst du Policen, die speziell für Islands Bedingungen geschnürt sind.

Wildcamping-Regeln und Campingplatz-Verfügbarkeit

Wildcamping ist für Camper seit 2015 tabu – ein paar rücksichtlose Touristen haben die Regeln missachtet und alles zunichtegemacht. Offroad-Fahrten, Müllkippen und zertrampelter Moosboden? Deshalb ist Schluss damit. Im September gilt: Nur legal.

Camper dürfen nur offizielle Campingplätze oder ausgewiesene Übernachtungszonen nutzen. Glücklicherweise bleiben die meisten Plätze im September offen, vor allem um Reykjavik, an der Südküste sowie in Ost- und Nordisland. Abgelegene Plätze oder in den Highlands können nach den ersten Frösten schließen.

Finde sie auf Tjalda.is oder Park4Night und buche, wenn möglich. Ländliche Plätze nehmen oft nur Walk-ins. Rechne mit beheizten Sanitäranlagen, warmen Duschen, Küchen, Stromanschlüssen und Müllentsorgung – aber am Monatsende werden die Services dünner.

Camper auf einem offiziellen Campingplatz unter tanzenden Nordlichtern

Straßenverhältnisse und Fahr­tipps für den September

Im September benehmen sich die Straßen… bis sie es nicht mehr tun. Die Ringstraße bleibt offen, doch die Highlands und plötzliche Stürme halten dich auf Trab. Lies weiter, wenn du lieber vorbeugen willst, statt stehenzubleiben.

Sind die Highlands noch befahrbar?

Manchmal. Anfang September kannst du sie noch befahren, doch mit dem ersten Schnee Mitte bis Ende des Monats ist Schluss. Im Oktober vergiss es. Wenn du jetzt denkst: „Mein Allrad packt das schon“, stopp sofort.

F-Straßen verlangen einen echten 4×4, versichert von den Vermietern. Manche Passagen brauchen hohe Bodenfreiheit für Flussdurchfahrten. Wer die Regeln ignoriert, bleibt stecken, kassiert Bußgeld oder beides. Nimm das richtige Fahrzeug oder lass die Highlands sein.

Wie du Straßen- und Wetter-Updates checkst (Umferdin.is & Vedur.is)

Im September ist das Überprüfen von Straßen- und Wetter­bedingungen Pflicht. Startpunkt: Umferdin.is für Live-Infos. Gib deine Route oder Region ein und achte auf Farbcodes: Grün = offen, Rot = gesperrt, Orange = schwierig, Blau = Glätte.

Achte auf Schneeflocken-Symbole für Eis, Ausrufezeichen für Gefahren und „malbik endar“ (Ende des Asphalts). Für das Wetter bieten Vedur.is oder die Vedur-App stündliche Vorhersagen, interaktive Karten und Alerts für Wind, Regen oder Schlimmeres. Aktiviere Routen-Benachrichtigungen, um kein Bähnchen zu verpassen.

Lade außerdem SafeTravel herunter; die App sendet Alerts und kann Rettungskräfte alarmieren. Straße dicht? Folge den Umleitungen, parke sicher oder warte bei der nächsten Station. In Island siegt Geduld über Abschleppwagen in der Pampa.

Tourist geht auf eine neblige Wasserfallkulisse zu

Sichere Fahr­tipps für Ersttäter in Island

Im September mit dem Camper in Island unterwegs? Augen auf, sonst spuckt dich die Insel aus, als wärst du nie da gewesen. Vergiss perfekte Straßen und sonnige Fahrten. Mach stattdessen Folgendes:

  • Wenn’s regnet, wird die Straße glatt – runter vom Gas, Licht an und wachsam bleiben.
  • Wenn’s stürmt, Fuß vom Gas, zwei Hände am Lenker und Camper gegen den Wind parken.
  • Türkontrolle – öffne und schließe sie mit beiden Händen, eine nach der anderen, sonst verbiegen sie sich.
  • Flussdurchfahrten auf F-Straßen – nur mit echtem 4×4. Erste Gang, durchfahren, nicht stoppen und kein Helden­tum. Bei starkem Regen abhaken, Versicherung deckt’s nicht.
  • Treibstoff – tanke so oft wie möglich. Außerhalb von Reykjavik und der Südküste verschwinden Zapfsäulen. Halte den Tank über halb voll oder genieße den Fußmarsch im Kalten.

Was du in Island im September unternehmen kannst (und wohin mit dem Camper)

Nachdem wir das Ernsthafte abgehakt haben, kommt die spaßige Seite:

Ringstraßen-Highlights mit Camper-Parkplätzen

Die Ringstraße im September? Ein einziges Staunen. Du fährst, parkst, staunst und wiederholst. Seljalandsfoss, Skogafoss… riesige Parkplätze, kein Stress. Der Canyon Fjaðrárgljúfur hat Parkzonen für Camper.

Reynisfjara bietet genug Platz, aber niemals den Wellen den Rücken kehren – Touristen wurden schon hineingezogen und ertranken. Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark ist ein Volltreffer mit Gletscherwanderungen und einem Campingplatz, der alles bietet. Die Gletscherlagune Jökulsárlón hat ebenfalls großen Parkplatz.

Übernachten dort? Denk nicht mal dran. Nächtigen nur auf echten Campingplätzen wie Vík, Mývatn, Skaftafell und Egilsstaðir. Duschen, Strom und Platz sind gesichert.

Beeindruckender Canyon in Island mit grün flackernder Aurora

Letzte Chance für die Highlands

Was tun in Island im September? Wenn die Highlands auf deiner Liste stehen, bist du knapp dran. Landmannalaugar und Askja rufen noch, aber Ende des Monats ändern sich die Regeln. Die F208 ist bis Mitte des Monats passierbar, dann schließen Stürme oder erster Schnee ohne Vorwarnung.

Prüfe immer Straßen­sperrungen, bevor du losfährst. Tanke bei jeder Station, denn die nächste kann Stunden entfernt sein. Pack Essen, Wasser, Karten und Notfallausrüstung ein.

Merke: Ohne 4×4 keine F-Straßen. Standardautos und SUVs laufen hier gegen Mauern. Je näher Oktober rückt, desto mehr verschwinden Strecken und nur Super-Jeep-Touren bleiben. Sogar Hütten und Campingplätze schließen, sobald es unsicher wird. Bereite dich vor oder bleib auf der Ringstraße und genieße die Aussicht aus der Ferne.

Papageitaucher, Wale und Nordlichter: Natur im Umbruch

September in Island wechselt in Windeseile. Papageitaucher bevölkern die Klippen in der ersten Woche, dann sind sie weg. Dyrhólaey, Latrabjarg und Vestmannaeyjar sind deine letzten Chancen vor ihrem Abflug.

Wale? Überall. Húsavík und Skjálfandi Bay bieten die besten Touren, aber auch Reykjavik-Ausflüge liefern, wenn die Zeit knapp ist. Freu dich auf Buckelwale und vielleicht Orcas, wenn das Glück mitspielt.

Die Nächte werden länger und die Nordlichter kehren zurück. Weg von Stadtlichtern aufs Land, zum Vatnajökull oder zur Jökulsárlón-Lagune. Rund um die Tagundnachtgleiche leuchten sie am stärksten. Check die Vorhersagen, hab Geduld und warte auf das Himmelsfeuerwerk.

Paar Papageitaucher auf einer Klippe

Geothermale Pools und versteckte Quellen für Van-Lifer

Was tun in Island im September abseits von Wasserfällen und Nordlichtern? Entspanne. Geothermale Pools und versteckte Quellen sind ein Traum für Van-Lifer. Secret Lagoon in Flúðir, Guðrúnarlaug im Westen, Mývatn Nature Baths und Hellulaug in den Westfjords sind nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt.

Brauchst du mehr Ruhe? Hrunalaug und Seljavallalaug erfordern eine kurze Wanderung, lohnen sich aber. Halte dich an die Regeln: vorher duschen, kein Seifengebrauch, leise sein. Nutze Umkleiden, wenn vorhanden, oder sei diskret. Früher oder später Besuch vermeidet Menschenmassen. Spende, wenn erbeten, und hinterlasse keine Spuren.

Veranstaltungen im September, die sich unterwegs lohnen

Im September bietet Island mehr als nur Landschaften; die Einheimischen haben Überraschungen parat. Von Schaftrieben bis Feuerwerk und Filmvorführungen – hier die Übersicht:

Réttir (Schaftrieb)

Wer im September nach Island kommt, ist rechtzeitig zur Réttir da, dem legendären Schaftrieb. Jeden Herbst treiben Bauern tausende Schafe aus den Highlands zurück zu den Winterhöfen, zu Pferd, per ATV oder zu Fuß mit purer Entschlossenheit.

Das Spektakel findet im Norden wie im Süden statt, die Termine variieren je nach Wetter. Es ist eine Mischung aus harter Arbeit und Tradition, während Familien das Vieh nach Ohrmarken sortieren und dabei Lieder singen und lachen. Besucher können zusehen und mit Einladung sogar mithelfen.

Schafherde beim Réttir zusammengetrieben

Night of Lights (Ljósanótt)

Ljósanótt beginnt am ersten Septemberwochenende in Reykjavik. Die Stadt erstrahlt in Lichtern, Musik und Essen. Rund 30 000 Menschen verwandeln die Straßen in eine riesige Nachbarschaftsparty. Konzerte, Straßenkunst, Workshops und tobende Kinder beleben jede Ecke.

Wenn du denkst, es geht nicht verrückter, zünden Samstagabend die Feuerwerke und leuchtende Kunstinstallationen tauchen die Stadt in unwirkliches Licht. Mit Musik im Ohr genießt du lokale Fischsuppe und denkst: „Genau deshalb bin ich hier.“

Internationales Filmfestival Reykjavík

Ende September blüht Reykjavík beim Reykjavik International Film Festival auf. Vom 25. September bis 5. Oktober 2025 strömen Filmfans in die Stadt. Über 200 Filme aus 40 Ländern – Premieren, Indie-Produktionen und isländische Kurzfilme, die du nirgendwo anders siehst. Vorstellungen laufen nicht nur in Kinos wie Bíó Paradís.

Es gibt auch Open-Air-Screenings und sogar Vorführungen in Schwimmbädern. Q&As mit Regisseuren, Workshops und ein begeistertes Publikum machen es zum Muss, wenn dein Trip in Reykjavík startet oder endet.

Packliste für einen Camper-Trip in Island im September

Für einen Camper-Trip in Island im September packst du nicht für den Style, sondern für die Praxis. Das solltest du dabeihaben:

Kleidung und Ausrüstung für wechselhaftes Wetter

Im September kann Island alle Wetterlagen in einem Tag liefern. Cleveres Packen hält dich warm, trocken und einsatzbereit. Setze auf Schichten und wetterfeste Materialien für Regen, Wind und Kälteeinbrüche. Pack ein:

  • Base­layer aus Merino oder Synthetik für Feuchtigkeits­management
  • Fleece- oder Woll-Mid­layer für Wärme
  • Wasser­dichte und wind­dichte Shell-Jacke und Hose
  • Mütze, Handschuhe und Schal oder Buff
  • Mehrere Paar Woll­socken und Schnell­tro­ck­nende Unter­wäsche
  • Wasser­dichte Trekking­stiefel und Regen­hülle für den Rucksack
  • Packsack-Daunen­weste, leichte Gaiters und Sonnen­brille gegen Blendung

Offener Koffer voller Kleidung und persönlicher Gegenstände

Camper-spezifische Ausrüstung: Decken, Koch­zeugs, Stirnlampen

Die Miete deckt das Nötigste ab, aber ein paar Extras machen Septembernächte viel bequemer. Wenn es nahe Null geht, Strom knapp ist und die Ausstattung variiert, solltest du mitbringen:

  • Zusätzliche Decken oder Schlafsäcke für wohlige Wärme, wenn es kalt wird.
  • Camping­kocher und gutes Koch­geschirr für einfache Mahlzeiten außerhalb des Campers.
  • Stirn­lampen für freihändiges Licht bei Nachtwanderungen oder Lesen drinnen.
  • Powerbanks für Handy und Kamera, wenn Steckdosen fehlen – der Frost saugt schnell Akku.

Digitale Essentials: Lade­lösungen, Navigation, Camping-Apps

Digitale Tools sind entscheidend auf einem Camper-Trip in Island. Strom, Route und Apps machen den Unterschied fernab der Zivilisation. Pack ein:

  • Reise­adapter mit USB-Ports; Island nutzt Typ C/F und 230 V.
  • 12 V→AC-Inverter oder Ladeplan an Strom-Campings.
  • Offline-Karten auf Google Maps, Gaia GPS oder Maps.me plus Papier­karte als Backup.
  • Apps: Vedur für Wetter, SafeTravel für Alerts, Tjalda.is für Camping­infos.
  • Powerbanks (10 000–20 000 mAh) und ein kompakter Solar­lader für längeres Offline­camping.
  • An Strom-Campings laden und Flugmodus einschalten, wenn der Empfang schwach ist.

Tourist hält Papier­karte an eine Schotter­straße in Island

Letzte Tipps fürs Fahren mit dem Camper im September

Zum Schluss ein paar unverzichtbare Ratschläge:

Regelmäßig tanken und abgelegene Strecken planen

Tanken in Island ist einfach, solange du Hauptstraßen nutzt. Rund um Reykjavík und an der Ring Road gibt’s alle 100 km eine Tankstelle. Doch in Westfjords, East-/North Fjords und besonders in den Highlands verschwinden sie.

Fülle den Tank, wenn er halb leer ist, bevor du die nächste Stadt verlässt. Kein Risiko auf abgelegenen Strecken. Bleib liegen? Ruhig bleiben, nächstes Dorf ansteuern oder die 112-Notfall-App nutzen. Tanke Reservekanister für isolierte Regionen. Gute Planung erspart Stress.

Respektiere Natur und Straßen­etiquette

Camperfahren in Island im September heißt, Land und Regeln zu achten. Offroad-Fahrten sind verboten: Spuren im Moos oder Lava schädigen Jahrzehnte lang, und die Strafen sind hoch. Bleib auf gekennzeichneten Straßen, ohne Ausnahme.

Übernachte nur auf offiziellen Plätzen, nimm deinen Müll mit und zelte nie ohne Erlaubnis auf Privatgrund. Schafe, Pferde und Kühe können plötzlich über die Straße laufen – Tempo raus und aufmerksam bleiben. Rechts fahren, Licht immer an, Geschwindigkeitsbegrenzungen beachten und Einspurbrücken vorsichtig passieren.

Schild ‘leave no trace’

Flexibel bleiben und das Wetter entscheiden lassen

Ein Camper-Trip in Island im September heißt, dem Wetter die Route zu überlassen. Stürme, Wind und Regen können ohne Vorwarnung Straßen sperren oder Zugänge blockieren. Clever ist, Puffer im Zeitplan zu haben.

Plane Wetterfenster ein, damit du nicht auf der Strecke bleibst, wenn sich etwas ändert. Halte Alternativen wie Museen, heiße Quellen oder nahe Wasserfälle parat, falls Wanderungen ausfallen. Bleib flexibel und improvisiere – oft führen unerwartete Umwege zu unvergesslichen Orten.

Ist September die beste Zeit für eine Island-Camper-Rundreise?

Im September mit dem Camper durch Island zu fahren, bietet perfekte Balance. Die Sommertouristen ziehen ab, Preise sinken, und der Herbst malt Landschaften in warmen Farben. Die Nächte sind dunkel genug für Nordlichter, und die meisten Straßen bleiben offen.

Anfang September sind die Highlands noch erreichbar, doch Spätbucher könnten sie verpassen. Das Wetter bleibt launisch, daher ist Flexibilität das A und O. Dieser Monat eignet sich für alle, die weniger Trubel, frische Luft und ein Mix aus Jahreszeiten in einer Reise schätzen.

Willst du ewiges Tageslicht oder volle Highland-Freiheit? Dann lieber Sommer. Stehst du auf verschneite, vereiste Landschaften? Winter ist deine Wahl. September präsentiert Island in seiner lohnendsten Form.

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