Parken in Reykjavík – Wie du die Zonen der Stadt überstehst und als Sieger hervorgehst

Luftaufnahmen von Reykjavík und seinen markanten, bunten Dächern.

Parken in Reykjavík klingt einfach – bis man es versucht. Die Straßen wirken ruhig, doch jedes Schild verbirgt eine Regel, und jede Regel ein Bußgeld. Einheimische gleiten durch, weil sie den Rhythmus kennen. Besucher eher nicht.

Diese Stadt lebt von Zonen, Apps und stiller Disziplin. Übersiehst du ein Detail, lernst du Islands pünktlichste Kontrolleure kennen. Lustig ist es nur bis zur Politesse im Fleece. Dieser Guide nimmt das Rätselraten raus. Du bekommst die echte Aufteilung der Parkzonen in Reykjavík, aktualisierte Tarife 2025, Parkhaus-Zeiten und das App-Ökosystem (Síminn Pay, Verna, EasyPark, Parka).

Wir klären, wo du halten darfst, wo nicht, und wie du im Camper schlafen kannst, ohne mit einem Strafzettel aufzuwachen. Kein Touri-Gerede, kein Travel-Bro-Kram. Nur was funktioniert, was nicht – und wie du deine Kronen in der Tasche behältst statt unter dem Scheibenwischer.

Reykjavíks Parkzonen erklärt

Wenn du einen Camper in Island mietest, ist das Zonen-System entscheidend – der falsche Bordstein-Farbton entscheidet über den Zettel unter dem Scheibenwischer. Hier das Wichtigste.

Verkehrsschild in Reykjavík, das auf das Parkgebiet 1 hinweist.

P1 - rot und rosa

Das ist der Puls der Innenstadt, und die Regeln sind aus gutem Grund streng. Enge Straßen, Touristen im Autopilot und Locals, die genau wissen, wann der Zähler zurücksetzt. P1-Zonen umarmen Wahrzeichen, Cafés und Büros. Hier sind die Aufenthalte am kürzesten – gerade genug für Kaffee oder Souvenir.

P2 - blau

Immer noch zentral, aber etwas entspannter. P2 liegt am Rand der City, wo Einheimische für Erledigungen oder kurze Meetings parken. Man atmet auf: weniger Konkurrenz um Plätze, etwas längere Limits, gleiche Detailtreue.

P3 - grün

Hier wird die Stadt lockerer. P3 umfasst ruhigere Wohn- und Mischgebiete, oft ein paar Kilometer (oder Meilen) von der Hauptachse entfernt. Bezahlzeiten enden meist früher – abends freundlicher für Besucher.

P4 - orange

Der Außenrand von Reykjavík – die Lieblingszone vieler Camper-Fahrer. Am wenigsten eingeschränkt, breite Straßen und Vorstadt-Ecken. Zahlpflicht meist nur an Werktagen während der Bürozeiten.

In allen Zonen gilt die Zahlung überwiegend tagsüber und am frühen Abend. Außerhalb dieser Zeiten ist das Parken gratis. Gleiches Geschenk an staatlichen Feiertagen. An Feiertagen spendiert Reykjavík allen eine Pause vom Parkscheinzwang.

Tarife und Parkhausgebühren 2025

Fühlt sich Parken in Reykjavík wie ein Logikrätsel an? Hier ist dein Spickzettel. Unten die vollständige Übersicht zu Straßen-Zonen, Parkhauspreisen und den Momenten, in denen das Portemonnaie stecken bleiben kann.

Straßenpark-Tarife in Reykjavík (2025)

Zone

Farbe

Stundentarif

Zahlzeiten

Max. Dauer

P1

rot & rosa

630 ISK

9:00–21:00 (werktags), 10:00–21:00 (Wochenende)

3 Stunden

P2

blau

230 ISK

9:00–21:00 (täglich)

kein Limit

P3

grün

230 ISK (erste 2 Std.), danach 70 ISK/Std.

9:00–18:00 (nur werktags)

kein Limit

P4

orange

230 ISK

8:00–16:00 (nur werktags)

kein Limit

 

Wenn die Zähler stoppen, bist du fein raus. Die meisten Stadtzonen sind in Reykjavík nach Bezahlzeiten kostenlos, und an Feiertagen gibt’s ohnehin Ruhe vom Bezahlen.

Feiertage 2025 – kostenlose Tage

Datum

Feiertag

1. Jan

Neujahr

28. Mär

Karfreitag

1. Apr

Ostermontag

1. Mai

Tag der Arbeit

9. Mai

Christi Himmelfahrt

20. Mai

Pfingstmontag

17. Jun

Nationalfeiertag

5. Aug

Handelstag

25. Dez

Weihnachten

26. Dez

Stefanitag

 

Hinweis: Kostenlos gilt nur für Straßenparkzonen. Parkhäuser bleiben kostenpflichtig.

Überblick Parkhäuser in Reykjavík

Parkhäuser sind die beste Wahl für längere Aufenthalte. Meist 24/7 in Betrieb. Preise je nach Lage:

  • Stjörnuport, Vitatorg: 180 ISK erste Stunde, danach 120 ISK/Stunde
  • Kolaport, City Hall, Traðarkot, Vesturgata: 260 ISK erste Stunde, danach 130 ISK/Stunde
  • Tagesmaximum meist um 3.000–4.000 ISK

Parkbußgelder in Reykjavík

Hier hört der Spaß auf. Die Parkraumüberwachung läuft so präzise wie die Ampeln. Drei Hauptarten Ärger – und es wird teurer, je länger man wartet. Hier die Strafzettel in Reykjavik im Überblick.

1. Zusatzgebühr Parken

Die Standardstrafe für nicht bezahlt oder Zeit überschritten. Grundbußgeld: 4.500 ISK. Zahlung binnen drei Werktagen spart 1.100 ISK – macht 3.400 ISK. Nach 14 Tagen: 6.750 ISK. Nach 28 Tagen: 9.000 ISK.

Eine Frau blickt überrascht auf einen Zettel, der an ihrem geparkten Fahrzeug hinterlassen wurde – offenbar ein Strafzettel.

2. Parkverstoß-Gebühr

Fürs Halten, wo man es nicht darf: unter Halteverbot, auf Gehwegen, in Fußgängerzonen oder zu nah an Überwegen. Beginn bei 10 000 ISK. Schnell zahlen: 8.900 ISK. Nach zwei Wochen: 15 000 ISK. Nach einem Monat: 20 000 ISK.

3. Verstoß gegen Behinderten-Parkregeln

Wer ohne gültigen Ausweis auf einem Behindertenplatz parkt, zahlt deutlich. Beginn bei 20 000 ISK. Zahlung binnen drei Werktagen: 18.900 ISK. Nach 14 Tagen: 30 000 ISK. Nach 28 Tagen: 40 000 ISK.

Aufschlüsselung Parkbußgelder Reykjavík

Verstoß

Grundbußgeld

Bei Zahlung in 3 Tagen

Nach 14 Tagen

Nach 28 Tagen

Parkuhr abgelaufen / nicht bezahlt

4.500 ISK

3.400 ISK

6.750 ISK

9.000 ISK

Illegales Parken (Gehweg, Halteverbotszonen, Zebrastreifen)

10 000 ISK

8.900 ISK

15 000 ISK

20 000 ISK

Behindertenparkplatz ohne Ausweis

20 000 ISK

18.900 ISK

30 000 ISK

40 000 ISK

 

Park-Apps und Bezahloptionen

Man könnte meinen, Parken in Reykjavík heißt Papierzettel, Münzschlitz und Geschrei. Nicht mehr. Die Stadt ist voll digital, und die App-Landschaft ist fit genug für Locals und Jetlag-Gäste, die einen Camper in Lieferwagen-Größe abstellen wollen.

Vier Apps lohnen sich: Síminn Pay, Verna, EasyPark und Parka. Sie decken alle Straßenzonen (P1 bis P4) und die meisten Parkhaussysteme in Reykjavík ab.

  • Síminn Pay stammt von einem großen isländischen Telko. Schnell, aufgeräumt, gut mit lokalen Diensten verzahnt. Aber primär für Isländer gebaut – internationale Zahlungsarten nicht immer an Bord.
  • Verna ist ein Multitool. Eigentlich für Sicherheitsfeatures, kann aber auch Parken abrechnen. Gut, wenn du gern alles in einer App erledigst. Schlecht, wenn du Alleskönner-Apps nicht magst.
  • EasyPark und Parka sind internationaler. Schlankes Design, schneller Start, Features wie Erinnerungen oder Auto-Aufladung bei knappem Restzeitraum. Lade sie am besten vor dem Bordstein-Stopp.

So läuft es: Kennzeichen eingeben, Zone wählen, zahlen. Island nutzt Kennzeichen-Scanning – kein Ausdruck nötig. Mehr Zeit nötig? Verlängere die Session von überall mit Datenverbindung.

Haken: Du brauchst eine funktionierende Mobilverbindung. Also lokale SIM, ordentliches Roaming oder ein WLAN, das nicht zum Schreien ist.

Such dir eine App aus und richte sie ein, bevor die Reifen Asphalt fühlen. Reykjavík tickt präzise – Parken ebenso. Nicht erst parken und danach googeln „how to pay for parking in Reykjavík?“.

Eine brünette Frau zahlt an einem Parkautomaten, nachdem sie ihr Fahrzeug drinnen abgestellt hat.

Camper und Übernacht-Regeln 

Das erwischt viele. Einen Camper tagsüber in Reykjavík parken ist völlig okay. Reinfahren, bezahlen, einkaufen, notfalls Nickerchen. Übernachten? Nur auf einem richtigen Campingplatz oder mit schriftlicher Genehmigung der Grundeigentümerin/des Grundeigentümers.

Die Umweltagentur Islands lässt wenig Spielraum. Kein Wildcampen. Keine heimlichen Parkplatz-Aktionen. Kein Wegdösen am Fjord und das Ökotourismus nennen. Die Regel gilt überall – von den City-Parkuhren bis zum Schotterfleck zwei Stunden im Nirgendwo.

In Reykjavík darfst du kurzfristig parken wie jedes andere Fahrzeug, solange du die Zonenregeln beachtest und bezahlst. Aber sobald du einen Parkplatz wie einen Campingplatz nutzt, spielst du mit Parkbußgeldern. Da wird nicht geblufft. Bußgelder sind real. Abschleppen passiert. Ohne Rückfahrt inklusive.

Die clevere Wahl? Legal pennen. Hier geht’s:

  • Reykjavík Campsite – ganzjährig offen. Heiße Duschen, Küche, Wäsche, kostenloses WLAN, Grills. Alles Nötige, nichts Zwielichtiges.
  • Hafnarfjörður Campground – südlich der Stadt. Nur Sommer. Sauber, ruhig, mit Wegen und WCs. Keine Küche: Kocher mitbringen oder auswärts essen.
  • Mosskógar Campground – weiter nördlich. Offen März bis Dezember. Strom, Kochbereich, Mülleimer, WLAN. Solider Allrounder.

Mehrere weiße Camper stehen in einem ausgewiesenen Bereich.

Behindertenparkplätze & Barrierefreiheit

Behindertenparken in Reykjavík folgt einer Idee: Bewegung möglich machen, nicht schmerzhaft. Die Stadt anerkennt gültige Blue-Badge-Ausweise aus Island und dem Ausland. Mit Ausweis darfst du in allen kostenpflichtigen Straßenzonen und den meisten öffentlichen Parkhäusern kostenlos parken. Ausweis gut sichtbar am Armaturenbrett oder Spiegel platzieren.

Markierte Plätze tragen das Rollstuhlsymbol und liegen genau dort, wo sie hingehören. In der Nähe von Sehenswürdigkeiten, Supermärkten, Schwimmbädern, Museen und Ämtern. In Parkhäusern meist nahe bei Aufzügen und Ausgängen. Achte auf Höhenbeschränkungen – nicht jedes Parkhaus mag hohe, angepasste Fahrzeuge.

Es gibt auch lokale Unterstützung: Als Anwohner mit dauerhafter Mobilitätseinschränkung kannst du einen eigenen Stellplatz nahe deiner Wohnung beantragen. Benötigt ärztliches Attest und etwas Papierkram – aus gutem Grund.

Wie immer: Schilder lesen. Manche Plätze haben Zeitlimits oder sind an bestimmte Gebäude gebunden. Und ja, Reykjavík kontrolliert ernsthaft. Ohne gültigen Ausweis auf einem Behindertenplatz zu parken kann teurer sein als mancher Flug.

Mini-Parkpläne für Top-Sehenswürdigkeiten

Nach Reykjavík kommt man nicht wegen des Parkens. Aber wer etwas sehen will, ohne Knölle oder Spritverschwendung, parkt besser clever. Unten vier Highlights und wie du sie angehst, ohne Nerven, Geldbeutel oder Camper-Spiegel zu verlieren.

Hallgrímskirkja in Reykjavik mit der Leif-Erikson-Statue und hohen Fahnenmasten; weiter Platz und Straßenparken unter grauem Himmel.

Hallgrímskirkja-Kirche

Sie überragt alles, trotzdem fühlt sich Parken oft knapp an.

  • Nächste Zonen: P1 (rot), besonders um Skólavörðustígur. Strenges 3-Stunden-Limit.
  • Nächstes Parkhaus: Bergstaðir an der Skólavörðustígur, ca. 3 Minuten zu Fuß.
  • Beste Zeiten: Werktagmorgens vor den Reisebussen. Wochenend-Nachmittage sind überraschend ruhig.
  • Tipp: Mit EasyPark oder Parka den Platz am Laufen halten, während du die Aussicht genießt.

Harpa Concert Hall

Modernes Glas, Meeresbrise – und passendes Parken.

  • Nächste Zonen: P1 und P2 entlang Austurbakki und Umgebung.
  • Eigenes Parkhaus: Harpa Car Park direkt unter dem Gebäude. Teurer, aber näher geht nicht.
  • Fußweg: 1–2 Minuten – je nach Aufzugsglück.
  • Tipp: Vorab-Buchung in der App möglich. Sinnvoll für Shows oder längere Aufenthalte.

Einkaufsstraße Laugavegur

Reykjavíks Haupt-Shoppingader zieht Geld und Chaos an.

  • Nächste Zonen: P1 direkt am Laugavegur, P2 in den Nebenstraßen.
  • Nahe Parkhäuser: Stjörnuport bei Hlemmur, ca. 5 Minuten zu Fuß.
  • Beste Zeiten: früh morgens oder kurz nach dem Mittag. Samstage meiden, wenn du Kreise nicht magst.
  • Tipp: P1 ist hier für Fluktuation gedacht. Super für kurzen Einkauf, nicht für den ganzen Tag.

Perlan Museum & Aussicht

Mehr Grün, weniger Hupen. Perlan liegt über dem Trubel.

Perlan Museum in Reykjavik—silberne Kuppel und Bannerschilder am Eingang—mit fast leerem Parkplatz und einem weißen SUV vorne.

  • Nächste Zonen: P3 und P4 in Wohngebieten. Günstiger und weniger voll.
  • Nahes Parkhaus: Kolaport, ca. 8 Minuten zu Fuß, wenn du kombinierst.
  • Beste Zeiten: Werktagmorgens.
  • Tipp: Nach 18:00 werktags und nach 16:00 am Wochenende wird’s hier ruhig – gratis parken und Sonnenuntergang mit Luft zum Atmen.

Bußgelder, Kontrolle und typische Fehler

Parken in Reykjavík hat ein leises Regelwerk und laute Folgen. Parkst du falsch, hupt hier niemand. Es gibt einen knallorangen Umschlag unter den Wischer. Kein Flyer. Ein Ticket.

Der Ablauf ist simpel. Der Zettel sagt, was falsch war, was es kostet und bis wann es schlimmer wird. Meist mit QR-Code oder Link. Online zahlen. Schnell. Binnen drei Werktagen gehen 1.100 ISK runter. Nach über zwei Wochen kann sich das verdoppeln.

Häufigste Gründe für Tickets in Reykjavík:

  • In der falschen Zone geparkt, Schild nicht geprüft
  • Parkzeit abgelaufen und nicht verlängert
  • Versucht, mit dem Camper über Nacht zu bleiben
  • Eindeutig markierten Behinderten-Stellplatz ignoriert

Und ja, bei Mietwagen findet man dich. Vermieter werden oft informiert und schlagen gerne Servicegebühren drauf. Einspruch ist möglich – mit gutem Grund und Belegen. „Schild nicht verstanden“ zählt nicht.

Ein Ordnungskräfter stellt offenbar ein Knöllchen wegen Parkverstoß aus

Kostenlos & günstig parken

Kostenlos in den begehrtesten Zonen Reykjavíks parken? Da bist du rund fünf Jahre zu spät. Spielraum gibt’s trotzdem – wenn du weißt, wo du suchen musst.

Parke smarter am Stadtrand. P3 und P4 sind nach den Zeiten ruhig, und Park-and-Ride-Plätze am Rand sind für alle, die den Innenstadt-Tanz skippen.

Nur für ein paar Erledigungen oder ein Museum in der City? Lass den Van weiter draußen und geh zu Fuß. Reykjavík ist klein. Zehn Minuten bringen dich ohne Ticket-Drama vom Seitensträßchen zur Sehenswürdigkeit.

Kostenloses Parken gibt es in Reykjavík noch. Man muss nur etwas dafür tun. Besser als 630 ISK pro Stunde für einen Bordstein zu zahlen.

Parken in Reykjavík meistern – oder Extra-ISK mitbringen

Anfangs wirkt alles chaotisch. Eigentlich ist es typisch Island. Zonen sind markiert. Zeiten ausgeschildert. Strafen berechenbar. Aufmerksam wird belohnt, Unachtsamkeit still bestraft.

Nutze die Apps. Kenne deine Farben. Mach aus dem Bordstein keinen Campingplatz. Das ist das System. Im Camper den Rhythmus lernen, dann spielt Reykjavík für dich. Verpasst – zahlst du.

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